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Aufruf zur Kundgebung: Ein Jahr nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima!

Der Revolutionäre Aufbau unterstützt den folgenden Aufruf des Solidaritätskomitees mit den Werktätigen in Japan:

Am 11. März jährt sich zum ersten Mal die Reaktor-Katastrophe von Fukushima. Der verheerende Tsunami, der den Osten Japans verwüstet und tausende Menschenleben gefordert hat, war der Auslöser dieser Katastrophe, aber nicht ihre Ursache.

Die Ursache für die Kernschmelze, den Austritt radioaktiver Strahlung, das Einsickern kontaminierter Kühlflüssigkeit in das Grundwasser und die radioaktive Verseuchung der Küste und des Ozeans waren hemmungslose Profitgier und menschenverachtende Fahrlässigkeit der Betreiber und Errichter des Kraftwerks Fukushima-Daiichi sowie die Komplizenschaft einer korrupten politischen Elite, die vor den Machenschaften der Atomlobby die Augen verschloss.

Auch AKWs, die nicht in seismisch besonders gefährdeten Gebieten errichtet wurden, sind durch ihre Technologie potenziell lebensgefährdend, wie die partielle Kernschmelze in Three Miles Island (1979, USA) zeigte. Die Betreibergesellschaft TEPCO musste bezüglich Fukushima schon in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts zugeben, dass Sicherheitsberichte einfach gefälscht worden waren. Die Arbeitsinspektorate verschlossen die Augen vor der gängigen Praxis, Menschen mit gefälschten Arbeitsverträgen, ohne medizinische Betreuung, ohne Schutzeinrichtungen, in Nuklearanlagen zu beschäftigen.

An diesem 11. März werden in ganz Japan, aber auch in vielen Ländern der Welt, Menschen auf die Straßen gehen, um der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima zu gedenken, sich mit den Evakuierten aus der Sperrzone rund um Fukushima zu solidarisieren und zu sagen:

Es reicht!

Schluss mit diesem atomaren Wahnsinn!

Am 11. März werden die kämpferischen Eisenbahnergewerkschaften Doro-Chiba, Doro-Mita, der Alljapanische Studentenverband Zengakuren, die Anti-ATOM-Bewegung NAZEN, die Lehrergewerkschaft und andere Organisationen der Arbeiterbewegung vor der Präfektur in Fukushima ihre Forderungen verkünden:

Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke, weltweit!

Keine Überwälzung der Kosten der Atomkatastrophe auf die arbeitende Bevölkerung – die Energiekonzerne und ihre finanziellen Hintermänner sollen für ihre Katastrophe zahlen!

Gleichzeitig haben die Initiatoren dieser Aktion in Fukushima mit einer Spendensammlung für die Errichtung einer selbstverwalteten Kinderklinik begonnen, die den 360.000 Kindern in der Region rund um das verstrahlte Kraftwerksgelände kostenlose medizinische Betreuung (welche die Regierung verweigert) bieten soll.

Die Werktätigen in Japan brauchen unsere Solidarität. Weltweit sind es die arbeitenden Menschen, die geopfert werden, wenn die Profite sinken und die kapitalistische Wirtschaft in die Krise gerät. Wir fordern die österreichischen Gewerkschaften und alle Parteien, die sich auf die Arbeiterbewegung berufen auf, diese Initiative zu unterstützen, eingedenk der Zeile aus dem Solidaritätslied: „Wer im Stich lässt seinesgleichen lässt ja nur sich selbst im Stich“.

1978 hat in Österreich eine hauchdünne Mehrheit entgegen der propagandistischen Dampfwalze der „Sozialpartner“ und von ÖVP und SPÖ gegen das AKW Zwentendorf gestimmt. Aber die Atomlobby ist international, und europaweit werden weiterhin Kernkraftwerke betrieben und gefährden uns genauso wie die unmittelbaren AnrainerInnen. 25 Jahre nach Tschernobyl wurden erst im vergangenen Jahr die Daten freigegeben, die beweisen, dass die Strahlung, die wir hier abbekommen haben,deutlich über den beschönigenden Werten lag, die damals bekannt gegeben wurden.

Demonstrieren wir in Wien daher für die gleichen Ziele wie unsere Kolleginnen und Kollegen in Japan:

•Alle AKWs abschalten!

•Die Kapitalisten sollen für die von ihnen verursachte Katastrophe zahlen!

•Danketsu! Solidarität!

SONNTAG, 11. MÄRZ 2012, 15.00 UHR

KUNDGEBUNG BEI DER JAPANISCHEN BOTSCHAFT

ECKE HESSGASSE/SCHOTTENRING, 1010 WIEN

Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan, Februar 2011

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