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Antiimperialismus, Umwelt

Feiger Mord an Anti-AKW-Aktivisten in Indien!

Am Sonntag, dem 9.9.2012, kam es in Kudankulam, im Süden Indiens, erneut zu Massenprotesten gegen das dort geplante Atomkraftwerk (Welches eines der größten AKW der Welt werden soll). Die Protestbewegung gegen dieses AKW gibt es schon seit Jahren, im Grunde seit die Baupläne für dieses AKW bekannt wurden. Sie wächst nun weiter und verstärkt ihre Aktivitäten, da das AKW derzeit mit Brennstäben bestückt werden soll und kurz vor der Inbetriebnahme steht. Die Anti-AKW-Bewegung Kudankulams ist von breiten Teilen des Volkes getragen: von Intelektuellen, der Jugendbewegung, über Arbeitslose bis hin zu armen BäuerInnen und vielen ArbeiterInnen.  Doch die indische Regierung versucht mit allen Mitteln das Anlaufen des AKW zu verteidigen und sicherzustellen, geht es doch um Milliardenprofite für die (in diesem Fall vor allem europäischen) Energiekonzerne. Deshalb schickte die Regierung auch 4000 weitere Polizisten spezieller Einsatzkommandos – sie sollen das AKW-Gelände bewachen, die Demonstrationen und Kundgebungen eindämmen und niederschlagen.

So wurde bei den Protesten am 9.9. auch der Fischer Antony Samy (45 Jahre alt) von den bewaffneten Kräften des indischen Staates ermordet. Er wollte, wie viele andere ProtestteilnehmerInnen auch, gegen das AKW protestieren. Die regionale Bevölkerung befürchtet eine massive Verschmutzung der natürlichen Umwelt durch den AKW-Betrieb, welche die Lebensgrundlagen der ArbeiterInnen und BäuerInnen zerstören würde. Außerdem liegt das AKW Kudankulam in einer Erdbeben-Hochrisikozone, was die Gefahr einer Atomkatastrophe weiter erhöht. Die natürlichen Ressourcen Indiens werden zunehmend an internationale Konzerne verkauft bzw. diesen zur alleinigen Ausbeutung überlassen. Ebenso werden Ressourcen die Grundrechte darstellen, wie z.B. Wasser, immer teurer und für breite Schichten des Volkes immer weniger leistbar. Dass der indische Staat voll und ganz den Interessen des Kapitals dient, bewies er ein Mal mehr nicht nur durch sein unbedingtes Festhalten am AKW Kudankulam, sondern auch durch den grausamen Mord an Antony Samy, der gegen diese Politik gerechtfertigten Widerstand leisten wollte!

In mehreren Ländern soll es am 29.9.2012 Proteste in Solidarität mit der Massenbewegung in Indien geben. Insbesondere soll dabei auch der feige Mord an Antony Samy angeprangert werden. Die Proteste in Kudakulam zeigen ein weiteres Mal, dass die „Umweltfrage“ oft auf das Engste mit wirtschaftlichen und  sozialen Fragen verbunden ist, denn für einen Großteil der Protestierenden geht es um ihre Existenz als ArbeiterInnen oder BäuerInnen, um ihre gesamten Lebensgrundlagen.

Wir rufen zur Solidarität mit der Protestbewegung in Indien auf und laden alle fortschrittlichen, demokratischen und revolutionären Kräfte dazu ein, mit uns gemeinsam Aktionen zu planen und aktiv zu werden!

  • Verurteilen wir den kaltblütigen Mord an Antony Samy!
  • Abschaltung aller AKW! Kein AKW in Kudankulam!
  • Solidarität mit der indischen AntiAKW-Bewegung – Organisieren wir auch in Österreich Proteste!

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