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Debatte und Diskussion, Diverses

Der Kommunistische Jugendverband (RKJV) hielt erfolgreich seine 3. Konferenz ab!

Wir dokumentieren hier den Bericht des Kommunistischen Jugendverbands (vormals: RKJV) zur erfolgreichen Abhaltung seiner 3. Konferenz. Nähere Informationen und weitere Dokumente finden sich auf: KJV. (- Kommentar, Revolutionärer Aufbau)

(Auf unsere 3. Konferenz beschlossen wir die Umbenennung in Kommunistischer Jugendverband [siehe dazu Dokument zur Umbenennung]. Daher im Folgenden KJV)

Im Oktober hielt der KJV seine 3. Konferenz ab. Seit der letzten Konferenz liegt ein Jahr Klassenkampf mit ideologischen Debatten, Linienkämpfen, wichtigen praktischen Erfahrungen und Studium hinter uns und bildet eine wesentliche Grundlage für die nächsten Schritte im Organisationsaufbau und dem Entwickeln der richtigen Politik der Arbeiterjugend.

Der diesjährigen Konferenz ging eine Phase der Auseinandersetzung mit Dokumenten der letzten Konferenz, Selbstkritik/Kritik Papieren und der Dokumente zur 3.Konferenz als Vorbereitung voraus. Wir diskutierten unsere Fortschritte, Fehler und welche Lehren wir daraus ziehen. Das gab allen Mitgliedern eine wichtige Grundlage, um sich aktiv an der Entwicklung der Organisation zu beteiligen, das Niveau des Demokratischen Zentralismus zu heben. Wir starteten die Konferenz voller revolutionären Elan und legten wichtige Grundsteine für die nächste Periode.

Zu Beginn der vergangenen Periode trennten wir uns von unserer Parteiaufbau Organisation IA*RKP (Initiative zum Aufbau der Revolutionär-Kommunistischen Partei). Die Debatten um die Politik der IA*RKP und das Erarbeiten ihrerkommunistische-jugend ideologischen Prinzipien war wesentlich für unser Vorankommen in politischer, organisatorischer und ideologischer Hinsicht. Punkte unserer Kritik sind Massenfeindlichkeit, Defätismus, eine falsche internationale Linie, Sektierertum, Fraktionismus und Revisionismus. Das Prinzip der Kritik und Selbstkritik wurde von der IA*RKP nicht angewendet. Die Debatten mit der IA*RKP schafften uns mehr Klarheit über unsere eigene Politik. Das führte zu Widersprüchen zur IA*RKP die nicht mehr zu lösen waren und daher zum Bruch mit dieser Organisation. Unsere Trennung wurde bereits auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im August 2011 beschlossen, die 3.Konferenz bestätigte diesen Beschluss einstimmig als richtige Entscheidung und beschließt die Stellungnahme des KJV zur Trennung von der IA*RKP.

Die vergangene Periode war ab Februar außerdem geprägt vom Kampf gegen den Opportunismus in der Leitung. Die Hauptgefahr war dabei der rechte Opportunismus, der sich unter anderem in ideologischer Undiszipliniertheit und Liberalismus äußerte. Ebenso führten wir einen Kampf gegen den linken Opportunismus, der sich hinter „revolutionären“ Phrasen versteckt, welcher ebenfalls in der Leitung vertreten war. Es passierten viele Fehler aufgrund falscher Linien, die aufgedeckt werden konnte und uns nun als Lehrstück dienen müssen. Durch den Kampf einer Leitungsminderheit und vieler Mitglieder, sowie der betroffenen GenossInnen selbst konnte die Hauptform des rechten Opportunismus geschlagen werden, ebenso findet der linke Opportunismus momentan keine Basis mehr. Im offenen Linienkampf erkämpften wir uns als gesamte Organisation mehr ideologische Festigkeit. Genauso wissen wir aber über unsere Mängel in dieser Frage und wir erkennen daraus die Notwendigkeit den Marxismus-Leninismus-Maoismus noch weiter zu verinnerlichen. Das ist wichtig, um gegen den Opportunismus auch in Zukunft gerüstet zu sein und um rascher und richtig auf Abweichungen reagieren zu können. Denn vor allem bei so schwach entwickelten Klassenkämpfen wie in Österreich ist der rechte Opportunismus eine ständige Gefahr dem volle Aufmerksamkeit gelten muss.

Mit der 3. Konferenz wurde dieser Linienkampf zu einem Punkt gebracht, es gab Korrekturen sowie Konsequenzen für die jeweiligen Mitglieder. Die 3.Konferenz beschloss außerdem eine Resolution über den Kampf gegen den rechten Opportunismus. (Resolution: Über den Kampf gegen den rechten Opportunismus.)

Einen Wendepunkt brachte die Konferenz im Bezug auf unsere Orientierung. Bisher war es unsere wesentliche Aufgabe mittlere Kader und einen festen Kern als Zentrum des KJV zu schaffen. Hier machten wir in den vergangenen Jahren einige Fortschritte und schafften den Sprung von einer Gruppe zur Organisation. Die Aufgabe eines Kommunistischen Jugendverbands ist jedoch neben der Schaffung von Kadern, die Organisierung und Mobilisierung von Teile der Masse der Arbeiterjugend. Die 2. Konferenz beschloss bereits die Hauptseite auf die Organisierung von Lehrlingen und jungen Arbeitern zu legen, nun müssen wir einen Schritt weiter gehen zur Aneignung eines Massencharakters. Im letzten halben Jahr gab es diesbezüglich schon einige Diskussionen und kleine Schritte in diese Richtung. Wir haben hier jedoch noch einige Mängel in unserer Politik der Organisierung neuer Kräfte. Um mit dem Genossen Mao zu sprechen, wir brauchen die „Politik der offenen Türe“. Wir hatten bisher sozusagen geschlossene Türen, die Öffnung, die Wandlung hin zu einer Organisation mit Massencharakter ist neu für uns und birgt vor allem die Gefahr des rechten Opportunismus, wenn wir hier ideologisch zu wenig Festigkeit beweisen. Es steht jedoch außer Frage, dass es notwendig ist um im Klassenkampf weiter zu kommen Erziehungsarbeit in den Massen zu betreiben, Verankerung in den Massen zu erkämpfen und immer breitere Teile der Arbeiterjugend in den Kampf zu ziehen – an die vorderste und entschlossenste Front im Klassenkampf! Ebenso steht es auch außer Frage, dass es weiterhin eine wesentliche Aufgabe ist eine Kaderschule zu sein, einerseits um für ständigen Nachschub für die Revolution zu sorgen und anderseits um Kräfte heranzuziehen, die eine anleitende Arbeit in der Arbeiterjugend aufnehmen können, Seite an Seite kämpfen und den konsequentesten Weg weisen können. „Vorwärts zur wahren revolutionären Massenorganisation des Jungproletariats“ lautet diesbezüglich die Resolution, welche von der 3. Konferenz beschlossen wurde.

Mit der 3. Konferenz gab es seit dem Bestehen unserer Organisation den ersten vollständigen „Generationenwechsels“ in der Leitung des Jugendverbandes. Auf die neu gewählte Leitung werden klar viele Schwierigkeiten und Fehler zu kommen, doch es ist eine entschlossene junge Leitung, die mit frischen Ideen und gestärkten Mitglieder die neuen Herausforderungen meistern wird.

Mit diesem Wechsel ist es für die kommende Periode wichtig ein Programm aufzustellen. Neben den Grundlagendokumente, die wir bisher erarbeiteten, ist ein klares kommunistisches Jugendprogramm eine wesentliche Waffe im Klassenkampf und vor allem bei der Ausrichtung zum Massencharakter eine Waffe gegen den Opportunismus. Eine eingesetzte Kommission hat die Aufgabe so ein Programm auszuarbeiten, es soll daraufhin in den Grundeinheiten, sowie öffentlich diskutiert werden, bevor es uns als Grundlage dienen kann. Wir möchten hier bereits dazu aufrufen, euch an dieser kommenden Debatte aktiv zu beteiligen!

Unter anderem durch die Initiative des RKJV gründete sich dieses Jahr der Revolutionäre Aufbau (RA), mit seinen Teilorganisationen, dem Komitee kämpferischer ArbeiterInnen (KkA) und der Antiimperialistischen Liga (AIL). Der KJV versteht sich auch als Teilorganisation des RA, was bedeutet, dass wir uns am Zeitungsorgan beteiligen, gemeinsame Aktionen und Kampagne durchführen werden, Veranstaltungen gemeinsam organisiert werden und auch ein intensiver politisch- ideologischer Austausch passiert. Die Entscheidung im RA als Teilorganisation aktiv zu sein wurde auf der 3. Konferenz durch alle Mitglieder bestätigt.

In der internationalen Zusammenarbeit kam es in der vergangen Periode zu vielen Fehlern. Das war zum einen weil sich uns viele neue Aufgaben stellten, in der Hauptseite jedoch wegen einer falschen Linie zum Internationalismus. Jener wurde hauptsächlich vom rechten Opportunismus in der Leitung als ein „netter“ Austausch, wo man viel voneinander lernen kann gesehen. Nicht jedoch als eine Notwendigkeit für die proletarische Revolution. Wir müssen uns zwar in erster Linie im eigenen Land konstituieren, doch gleichzeitig gilt es Keimformen für eine Jugendinternationale zu schaffen. Hierzu braucht man eine korrekte politische Linie und muss sich ideologisch und politisch positionieren. Für die kommende Periode sollen unsere bisherigen internationalen Kontakte wieder aufgenommen bzw. verbessert werden. Ebenso sollen neue Kontakte zu kommunistischen Jugendorganisationen hauptsächlich in Europa hergestellt werden. Schwerpunkt der Zusammenarbeit müssen dabei für uns Organisationen in Osteuropa sein, denn hier kämpfen wir direkt gegen den selben Feind, den österreichischen Imperialismus. Ebenso legen wir einen Schwerpunkt auf die Propagierung der Volkskriege, sowie den Volkskrieg in Indien als das derzeitige Sturmzentrum der Revolution. Der Volkskrieg ist der am weitest fortgeschrittene Kampf, die bewussteste Aktion der Massen gegen den Imperialismus!

Zur politischen Lage in Österreich möchten wir auf den politischen Bericht verweisen, der ein eigenes mehrseitiges Dokument darstellt. Der Bericht wurde gründlich diskutiert und gibt eine Anleitung für die kommende Periode. Viele unserer Schwerpunkte orientieren sich stark an der getroffenen Einschätzung.

Zum Abschluss möchten wir noch stolz verkünden dass auf der 3. Konferenz eine Umbenennung beschlossen wurde. Von nun an soll der RKJV als Kommunistischer Jugendverband -KJV- organisieren und kämpfen! Wir denken uns es gibt kein „revolutionär-kommunistisch“. Kommunismus ist revolutionär! (genaueres in der Erklärung: Revolutionär-kommunistisch? Kommunistisch!)

Vorwärts zur wahren revolutionären Massenorganisation des Jungproletariats! Voran im KJV!

Kampf dem Opportunismus, hauptsächlich gegen den rechten Opportunismus!

Vertiefen wir den Prozess von Kritik und Selbstkritik und entwickeln wir die proletarische Linie in der Jugendfrage!

Nehmen wir den Maoismus stärker auf als bisher, bauen wir die rote Linie an der ideologischen Front auf!

Nieder mit dem Imperialismus! Hoch die internationale Solidarität!

Kommunistischer Jugendverband, KJV

November 2012

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