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Wehren wir uns! Voran im Kampf um unsere Rechte! Schluss mit den miesen Bedingungen der TaxifahrerInnen!

Vor kurzem bekamen wir folgenden Aufruf weitergeleitet. Dieser kursiert derzeit unter TaxlerInnen in Wien. Wir halten ihn für überaus interessant und unterstützenswert, weshalb wir ihn hier dokumentieren wollen. (Revolutionärer Aufbau)

Die TaxifahrerInnen in Österreich, sind eine jener Schichten in der Arbeiterklasse, die am meisten Unterdrückt und Ausgebeutet werden,  und die demokratischen Grundrechte vollkommen verweigert werden. Die Problematik der TaxilenkerInnen, die seit Jahren zur Arbeit in gesetzeswidrigen Zuständen gezwungen werden, wurde bisher von keiner Seite behandelt oder gelöst, sondern ignoriert.

In vielen Staaten ist Österreich bekannt als wunderbare Tourismus- und Kulturnation, und auch die österreichische Regierung rühmt sich damit und zieht ihren Profit daraus. Auch das sogenannte Personenbeförderungsgewerbe ist ein wesentlicher Faktor um dieses Image aufrecht zu erhalten und ihren Gewinne zu sicher. Doch wer spricht über die Bedingungen der TaxifahrerInnen wenn es um den Tourismus in Österreich geht, wer kümmert sich um diese? Die Regierung mit ihren Politiker und die bürgerlichen Medien lassen dieses Thema einfach aus. Die Gewerkschaften arbeiten direkt gegen die Interessen der TaxilenkerInnen, indem sie einen lächerlichen KV aushandeln, dessen Einhaltung die Ausnahme bildet. Das heißt wir als TaxifahrerInnen müssen uns also selbst darum kümmern, den Kampf um unsere Rechte aufnehmen. Wie wir tag-täglich erleben, nimmt uns das niemand ab.Taxi-Streik-656x240

Die TaxilenkerInnen-Gewerkschaft VIDA-Innung sind sich sehr wohl darüber bewusst unter welchen Bedingungen die ArbeiterInnen in dieser Branche leben und arbeiten müssen, ignorieren diese jedoch und treten die Rechte der TaxilenkerInnen mit Füßen, denn der ausverhandelte Kollektivvertrag und seine Einhaltung ist ja wohl ein schlechter Scherz: Arbeiten für einen Mindestlohn, Arbeitsstunden zu Sklavereibedingungen, Ausschluss aus sozialem, kulturellem und wirtschaftlichen Leben.

Wie sehen die Bedingungen der TaxifahrerInnen in Wirklichkeit aus?

–  Der Kollektivvertrag, der schon miese Bedingungen beinhaltet, sowie der versprochene legale Status der ArbeiterInnen, wurden in der Wirklichkeit nie ausgeführt. Real gibt es kein Recht auf Urlaub, keine Krankenversicherung (keine Bezahlung im Fall einer Krankheit), sowie keinen „Arbeitsschutz“, wie eigentlich im KV enthalten. Der KV beläuft sich auf:

  • insgesamt 60 Arbeitsstunden: 55 Wochenstunden mit Recht auf 5 Überstunden.
  • Monatsgehalt liegt bei ca. 1000,- Brutto und 800,- netto.

–  In Wirklichkeit läuft die Arbeit aber über ein  „Pauschal-“ oder „Prozent“-System. Dabei werden die ArbeiterInnen gezwungen möglichst viel, sogar krank zu arbeiten zu gehen, um das Geld für den „Pauschal“ oder „Prozent“ zu sammeln. Aus diesem Grund werden die ArbeiterInnen gezwungen, den Großteil des Tages zu arbeiten um gerade einmal zu einem Hungerlohn zu kommen um sich und ihre Familie zu ernähren. Im Gegenzug dazu haben diese keine Zeit an ihrem Familienleben überhaupt teilzunehmen, geschweige denn an irgendwelchen sozialen oder kulturellen Aktivitäten. Diese Lohnsklaverei hält sie im lebendigen Sarg des Taxis gefangen, mehr als 10 Stunden pro Tag.

Allein in Wien sind von ca. 10-15 Tausend TaxilenkerInnen ungefähr 6-7 Tausend laufend tätig. Nicht nur die ArbeiterInnen die vollkommen abhängig von dem Verkauf ihrer Arbeitskraft an große Taxiunternehmen sind, sind unzufrieden mit diesen unmenschlichen Sklavereibedingungen und Ausbeutungsverhältnissen, auch die selbständige „Einzelunternehmer“ oder „Kleinunternehmer“ unterliegen diesem Druck und der Arbeitshetze. Sie werden von ihren Chefs, den „Großunternehmern“ im Arbeitsmarkt schamlos unterdrückt und ausgebeutet, zu Gunsten ihres Profits. Es liegt in ihrem Interesse noch weitere Schlupflöcher zu suchen um noch mehr Profit aus den TaxilenkerInnen herauszuquetschen, und denken keineswegs an Verbesserungen im Interesse der ArbeiterInnen.

Die Unfähigkeit der Gewerkschaften etwas in unserem Interesse zu bewirken, wird ganz klar Ersichtlich mit dem lächerlichen Kollektivvertrag im Personenbeförderungsgewerbe. Diese entscheiden hier ganz klar im Sinne des Profits für die Großunternehmer und nicht für uns ArbeiterInnen. Von diesen können wir uns also nichts erwarten, sonder wir müssen selbst aktiv werden.

Es liegt in unseren Händen um gegen diese miesen Bedingungen und für die Interessen der TaxilenkerInnen zu kämpfen. Wir  müssen uns dafür stark machen! Es ist wichtig uns zusammenzuschließen, uns unabhängig von der Gewerkschaft zu organisieren und den Kampf für die Rechte der TaxilenkerInnen aufzunehmen: gegen die gesetzeswidrigen Verhältnisse, gegen die Aushöhlung der demokratischen Rechte, gegen Arbeitshetze, Druck und Ausbeutung und den Ausschluss vom sozialen und kulturellen Leben. Solange wir uns nicht wehren, werden sich unsere Bedingungen weiterhin verschlechtern, und unsere Rechte mit Füßen getreten! Machen wir breit bekannt wir unsere Lage ist!

  • Schluss mit dem Ausschluss der TaxilenkerInnen vom sozialen und kulturellen Leben!
  • Schluss mit dem gesetzeswidrigen „Pauschal“ oder „Prozent“-system!
  • Für eine Sozial- und Krankenversicherung, das Recht auf Urlaub und das Recht auf freie politische Aktivität!
  • Weg mit diesem lächerlichen Kollektivvertrag! Für einen gesetzlichen Mindestlohn von 1500€ Netto! Für max. 8 Arbeitsstunden pro Tag und 40 pro Woche, bei Überstundenverbot, und im Falle der Krankheit bei vollem Lohnausgleich!
  • Für das Recht der TaxifahrerInnen auf Lebens und Arbeitsbedingungen die ihre Existenz und die ihren Familien sichert, und den Raum für soziale, kulturelle und politische Betätigung lässt.

Was können wir tun?

Helft mit am weitern Aufbau des Komitees! Beteiligt euch and Diskussionen was wir tun können, bringt euch ein: Am 24.4.13 gibt es ein nächstes Diskussionstreffen um 19:00 im Amerlinghaus!

————

Kontaktmöglichkeit: taxiwien2013@gmail.com

 

 

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