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Bericht zum 1. Mai 2013

Am diesjährigen 1. Mai gingen wir in Wien im gemeinsamen 1_mai_demonstrationBlock mit Partizan (einem LeserInnenkollektiv der gleichnamigen türkisch/kurdischen Zeitung) und hatten ebenso einen gemeinsamen Lautsprecherwagen.  In Linz organisierten wir über unsere Teilorganisation KJV gemeinsam mit anderen politischen Organisationen (ATIGF, ADHF, ADA, Mesopotamischer Kulturverein) eine eigene Demonstration. Die Demonstrationen standen für den Revolutionären Aufbau unter der zentralen Losung „Wehrt euch und kämpft! Rebellion ist gerechtfertigt!“. Von dieser zentralen Losung abgeleitet, entwickelten die Teilorganisationen des Revolutionären Aufbaus in der Vorbereitung der Demonstrationen ihre eigenen Agitationslosungen. Der Kommunistischer Jugendverband (KJV) trat unter der Parole: „Wehrt euch und kämpft! Junge ArbeiterInnen – Für den Kommunismus!“ auf, das Komitee Kämpferischer ArbeiterInnen (KKA) mobilisierte unter den Inhalten „Wehrt euch und kämpft – Gegen Lohnsklaverei, Arbeitslosigkeit und Ausbeutung!“, die Antiimperialistische Liga (AIL) schließlich betonte mit „Wehrt euch und kämpft! Gegen den Imperialistischen Krieg – Für die Neue Demokratie!“ vor allem die internationalistische Perspektive. Unter diesen Losungen mobilisierten die Teilorganisationen selbstständig, jedoch unter der inhaltlichen Anleitung auf Grundlage der 1.mai_demonstrationgemeinsamen revolutionär-demokratischen Ziele, die sich im Revolutionären Aufbau als Dachorganisation ausdrücken. Insgesamt war unsere Mobilisierung viel besser als vergangenes Jahr, doch müssen wir selbstkritisch feststellen, dass die politischen Debatten und verschiedene Vorbereitungen im Vorfeld zu einseitig bewtrieben wurden und die Phase der praktischen Mobilisierung innerhalb der Massen darunter litt bzw. zu kurz bemessen war. Trotz dieser Mängel  war die Mobilisierung jedoch mit tausenden Flugblättern und einem eigenen Mobilisieurngsfest auf deutlich höherem Niveau als vergangenes Jahr.

Der Revolutionäre Aufbau besteht mittlerweile seit einem Jahr. Die Demonstrationen zum1. Mai 2013 zeigten in der Hauptseite viele Fortschritte und positive Entwicklungen die in diesem Zeitraum gemacht werden konnten. Die ideologische Festigkeit, breitere Mobilisierung, diszipliniertes Auftreten und die politischen Inhalte mit denen wir auftraten, drückten diese Entwicklungen und Fortschritte des letzten Jahres deutlich aus, insbesondere kann festgestellt werden, dass der politische Charakter des Revolutionären Aufbaus klarer und eindeutiger wurde. Das kam sehr deutlich in unserem zentralen Flugblatt zum Ausdruck. Dieses war sehr umfangreich und gab auf viele politische Fragen Antworten. Damit stand es im Gegensatz zur vorherrschenden Tendenz, dass verschiedene Organisationen unter dem Vorwand dass „die Massen nicht lesen wollen“, usw. ihre Inhalte immer weiter reduzieren und fast nur noch auf tagespolitische Fragen fokussieren. Dass unser Flugblatt sehr gut angenommen wurde und als Auslöser vieler guter Diskussionen diente, war jedoch der Beweis, dass diese Vorwände falsch sind.

Der Block mit Partizan war der größte Block auf der Demonstration in Wien, und auch die eigene Demonstration1_mai_partizan in Linz war mit rund 300 bis 350 TeilnehmerInnen größer als letztes Jahr und ein sehr guter Erfolg, und das obwohl in Oberösterreich gewisse Schwächen in der Mobilisierung unseres vorhandenen Potentials deutlich wurden. Durch Auftreten, die vermittelten Inhalte und unsere Losungen unterschieden wir uns deutlich von reformistischen und revisionistischen Einflüssen auf der Demo in Wien bzw. ebenso von der Demonstration der KPÖ in Linz. Was in Wien besonders großartig war, war der Umstand, dass sich auch einzelne AktivistInnen der Flüchtlingsbewegung unseren Reihen anschlossen und mit uns gemeinsam marschierten. Die auf der Demo zum Ausdruck gekommene kämpferische Einheit wird von uns auch für nächstes Jahr wieder angestrebt. Was wir an der organisatorischen Umsetzung des Demozuges jedoch kritisieren wollen, ist die Tatsache, dass im hinteren Teil der Demo eine große Lücke zwischen den Blöcken entstand, da eine trotzkistische Organisation sich sehr weit zurückfallen ließ, vermutlich um sich selbst besser präsentieren zu können. Das spaltete den Demozug und kann in anderen, kämpferischen Situationen für alle DemoteilnehmerInnen hoch gefährlich werden, da die Demonstration leichter angreifbar ist.

Gemeinsam mit Partizan stellten wir Losungen in den Vordergrund, die dazu aufriefen das demokratische Recht des Boykotts der bürgerlichen Wahlen zu nutzen („Ausbeutung abwählen, das klappt nie –Boykott den Wahlen der Bourgeoisie!“), was für uns sehr wichtig war um unsere kommende Kampagne eizuleiten, die zum Ziel hat, den Betrug des Volkes durch den bürgerlichen Parlamentarismus zu entlarven. Es soll eine Kampagne werden, die einen Beitrag zur Organisierung des Widerstands gegen die permanenten Verschlechterungen im Leben der Massen zum Ziel hat, was wir mit folgender Losung ausdrückten: „Niedriglohn, Leiharbeit – Wehrt euch und kämpft, es ist an der Zeit!“ (Wiederholt wird diese Losung mit „Mietwucher, Arbeitslosigkeit…“ und „Kündigungen, Zwangsarbeit…“). Gegen den  Staatsrassismus  stellten wir die Losung „Wir lassen uns nicht spalten in Geschlecht, Nation und Rasse – Für uns gibt es nur Eins: Klasse gegen Klasse!“.

Eine sehr positive Intervention am Sammelpunkt der Demo, war ein vom KKA angebrachtes Transparent mit der Aufschrift: „Siemens und MAN-Liesing: Nein zu allen Kündigungen! Kampf um jeden Arbeitsplatz! — Keine Schließung von Opel Bochum!“. Wer sich neben unseren Transparenten, Flugblättern und Zeitungen näher für uns 1_mai_arbeiterkampfinteressierte, konnte sich bei unserem gut besuchten Infostand mit Büchern und politischen Dokumenten eindecken.

Nachdem die Hauptdemonstration vorbei war, hielten einige unserer AktivistInnen noch eine Kundgebung im ArbeiterInnenviertel Favoriten ab. Mit Reden, Parolen und Flugblättern schafften wir es, dass mehrere Leute stehen blieben, sich sehr interessiert zeigten und das Gespräch mit uns suchten, auch die aktuelle Ausgabe des Revolutionären Aufbaus (Nr.3) stieß auf viel Interesse, weshalb an diesem 1. Mai die gesamte erste Auflage verkauft werden konnte. Außerdem gab es auf der Kundgebung gerade nach den Parolen viele positive Reaktionen: Passanten hoben die Fäuste, manche stimmten sogar die Internationale an, usw. Das entscheidende war dabei nicht dass wir am 1. Mai in einem ArbeiterInnenviertel standen, denn das ist an sich erstrangig eine organisatorische Frage, sondern vor allem wie wir dort präsent waren, welche Inhalte und politische Linie wir verkörperten. Diese politische Linie ist Ausdruck unserer positiven Entwicklung im letzten Jahr und führte am 1. Mai schlussendlich auch dazu, dass wir mehr Leute für unseren Block mobilisieren konnten. Dies jedoch nicht nur gemessen an letztem Jahr, sondern auch an den Maidemonstrationen der vergangenen Jahre, an denen einzelne unserer AktivistInnen im Rahmen anderer politischer Zusammenhänge teilnahmen.

Trotz vieler Fortschritte die unsere Organisation seit letztem Jahr eindeutig machte, stellen wir aber auch Fehler Mängel fest. Die bundesländerübergreifende Mobilisierung lief beispielsweise nicht zentralisiert genug ab, was zu politischen Mängeln in gewissen Bereichen führte. Außerdem stellen wir fest, dass unsere Organisation gesamt zwar eine gute Disziplin an den Tag legte, diese jedoch in einzelnen Fragen den AktivistInnen noch besser verständlich gemacht werden und gemeinsam vertieft werden muss.

In unserer Orientierung auf einen wirklich revolutionären 1. Mai, sammelten wir uns hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Rot Front!“, einer alten Parole der ArbeiterInnenbewegung, welche eine kämpferische Tradition ausdrückt und auch eine wichtige Parole in zukünftigen Kämpfen sein wird. Denn darum geht es! Der 1. Mai muss wieder als klassenkämpferischer Tag begangen werden, was heute in Österreich leider aufgrund des starken reformistischen, revisionistischen und sozialdemokratischen Einflusses nicht der Fall ist. Die Grundbausteine für die zukünftige praktische Umsetzung eines revolutionären 1. Mai als Kampftag der ArbeiterInnenklasse, wurden dieses Jahr gelegt. Es kommt nun darauf an, ob wir es verstehen diese guten Voraussetzungen richtig aufzugreifen, sie politisch auf ein höheres Niveau zu heben und eine festere kämpferische Einheit herzustellen.

1_mai_kämpferisch_rot-front

>> Wir bemühen uns für unsere LeserInnen die Parolen die auf der Demo zu hören waren zusammenzustellen… sobald das erledigt ist, werden sie hier veröffentlicht.

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