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10.Jänner: Demo gegen Burschenbundball in Linz! Arbeiter vs. Burschenschafter.

Kommt zur Demo:

Samstag, 10.Jänner 2015, 17:30 vor dem Hauptbahnhof in Linz. Treffpunkt beim Transparent des Revolutionären Aufbaus „Tod dem Faschismus und Imperialismus!“

Folgenden Text, hier auch als Flugblatt!

Wer möglichst viele Möglichkeiten hat, dessen Freiheit ist es.

Hat der Arbeiter möglichst viele Möglichkeiten, so ist es die Freiheit des Arbeiters.

Hat der Kapitalist möglichst viele Möglichkeiten, so ist es die Freiheit des Kapitalisten.

Wer hat in dieser Gesellschaft möglichst Viele Möglichkeiten?antifa_kids

Arbeiter vs. Burschenschafter                

Burschenschaften, auf den ersten Blick ein verkleidungsfreudiger, sich selbstverstümmelnder, frau­enfeindlicher, Sekten-ähnlicher Haufen jüngerer und älterer Männer – wirkt unaufgeklärt, etwas dumm vielleicht und unwich­tig. Sind sie aber nicht.

Burschenschaften und ihr Anhang sind nicht einfach die „Ewiggestrigen“, nein sie verkörpern heute, auch noch im Jahr 2015 als kleiner elitärer Haufen die herrschende Klasse, welche einer größeren Masse an Unterdrückten und Ausgebeuteten gegenübersteht – den ArbeiterInnen.

 Welche Möglichkeiten hat der Burschenschafter?

Er kennt die richtigen Leute, spricht die richtige Sprache, stammt aus der richtigen Familie oder kriecht in den richtigen Arsch – und schon stehen ihm alle Türen offen für eine Karriere in Politik, Wirtschaft oder Recht. Muss sich der Burschenschafter Sorgen machen, um seine Existenz, die Miete, die Heizung, seine Pension oder seinen kaputten Rücken? Nein, in der Regel nicht (sein narbiges Gesicht, seit beruhigt, ist keine Folgen von Arbeitsunfällen, er trägt es be­wusst und mit Stolz).

Die Burschenschafter sind ihrer Position nach, sowohl in materieller als auch in ideologischer Hinsicht die Antithese zum Ar­beiter und zur Arbeiterin. Besonders gegenüber den jungen, migrantischen und weiblichen ArbeiterInnen – den sie bilden die unterste, oft verelendete oder verrohte Schicht der Arbeiterklasse, wie die Burschenschafter eine obere Spitze der Reaktion, Dekadenz und Degeneration. Auch wenn es unter ihnen unterschiedliche Ausprägungen gibt – von deutschnational, über austrofaschistisch, klerikalfaschistisch, katholisch-faschistisch, schlagend, nicht-schlagend usw. sind sie alle eine ideologische Hochschule für den Faschismus. Fa­schismus wird nicht einfach mit Bildung besiegt, das ist ein kleinbürgerliches, falsches Argument* – der Faschismus bringt sei­ne wichtigsten Kader in akademischen Kreisen hervor. Er hält sich (unter anderem) mit Burschenschaften eine Basis auf materi­ell und akademisch hohen Niveau um die kapitalistische Herrschaft gegenüber der Arbeiterklasse aufrecht halten zu können. Seht euch die Bälle an – wer trifft sich? Die Elite der Universität, der Juristerei, der Politik, der Polizei, des Militärs und natür­lich der Wirtschaft – alle spucken sich in die Hände und es läuft wie geschmiert.

Der Faschismus ist eine Spielart bürgerlicher Ideologie, nichts außerhalb stehendes. Selbst wenn er es schafft, Teile der Arbeiterklasse und des Volkes unter faschistischen Losungen zu mobilisieren (heute beispielsweise HOGESA, PEGIDA, FPÖ-Kundgebungen…), so bedient er dennoch immer die Interessen der herrschenden Klasse – genauer, der im Laufe der kapitalistisch- imperialistischen Entwicklung verschmolzenen Führungselite von Staat und Finanzkapital. Das wichtigste Ziel des Faschismus ist die Zerstörung der Arbeiterklasse als politische Macht. Das heißt, die Auflösung, Korrumpierung oder Zerschlagung von Organisationen der Arbeiterklasse. Der ÖGB Apparat als angebliche Klassenorganisation ist ein Paradebeispiel für Korrumpierung – er verteidigt den angeblichen Klassenfrieden und ergreift aller höchstens Kampfmaßnahmen, wenn seine eigene Position gefährdet ist (denn immerhin ist er selbst quasi Unternehmer, mit Kapital, Immobilien…). Wo gibt es eigenständige Initiativen oder Organisationen der Arbeiterklasse, welche nicht in die Bürokratie des ÖGBs oder diese Staates eingebunden wären? Wir sitzen alle bereits so weit in einem Boot, dass es im kulturellen, politischen und im wirtschaftlichen Bereich keine eigenen Klassenorganisationen gibt – und das obwohl wir die unglaubliche Mehrzahl der Bevölkerung ausmachen!

Lassen wir uns nicht einschüchtern – und lassen wir uns nicht in „gute“ und „böse“ (gewaltbereite) DemonstrantInnen untertei­len. Wie weit wir auch heute bereit sind zu gehen: der aktive Widerstand gegen Faschismus war, ist und wird immer gerechtfer­tigt sein! Wir sind nicht gegen Burschenschaften, weil sie in besonders dekadenter und faschistischer Weise ihre Macht zur Schau tragen, sondern weil sie ein ganzes faschistisches System repräsentieren. Sie sind Teil der herrschenden Klasse, sie sind gut organisiert, feiern große öffentliche Bälle (wofür sie wahrscheinlich auch noch Kulturförderungen durch unsere Steuern bekommen) – und die ArbeiterInnen?

Wir werden im Betrieb bespitzelt; wir müssen aufpassen, nicht des Landfriedensbruch oder des Widerstandes gegen die Staatsgewalt angeklagt zu werden; wir sind kriminelle Chaoten, wenn wir gegen Faschismus auf die Straße gehen; wir sind faule Sozialschmarozer und „unsolidarisch“ wenn wir nur an Streik denken; wir müssen für das angebliche Wohl dieser Nation sparen und weniger Lohn oder Arbeitslosigkeit hinnehmen (während die Elite immer reicher wird?)… usw. WIR sind das absolute Gegenstück zu den Burschenschaften. Wir gehen heute gegen sie auf die Straße, damit auch wir uns organisieren. Damit wir ihnen zeigen, dass es Leute gibt, die sich nicht für blöd verkaufen lassen, die sich nicht einfach gegen Migranten, Asylwerber oder Religöse aufhetzen lassen – sondern, dass wir wissen, der Faschismus ist unser Feind, egal in welchem Gewand er auftritt (von unterschiedlichen Nationen, Religionen über modernen oder alten Formen).

Heute sind wir noch zu schwach um solcherlei Feste tatsächlich zu verhindern – wobei wir letztes Jahr gegen den WKR Ball gute Erfolge erzielten – doch das ist auch nicht alles. Die antifaschistische Bewegung in Österreich entwickelt sich bereits wieder, die Bewegung bekam einen Aufschwung, es wird jedoch bei spontanen und bedingt immer schwachen Aktionen bleiben, wenn die Arbeiterklasse keine Rolle spielt.

Was wir brauchen ist eine klassenbewusste Organisation, die Schluss macht mit dem angeblichen Klassenfrieden und die sich nicht einkaufen lässt.

 Da gibt es heute wenig bis nichts, klar, viele sind entmutigt, haben keine Perspektive, sind die einzigen im Betrieb oder Freundeskreis die etwas machen wollen, sind umgeben von Maulhelden oder Beschwichtigern oder reden sich ständig darauf hinaus, dass wir doch noch Zeit haben. Doch seht euch um, die Lage ist ernst, die Arbeiterklasse hat nichts, weder eine eigene konstituierte Kampfpartei (wohlgemerkt keine Wahlpartei – sondern eine Kommunistische Partei, die heute dazu aufgebaut werden muss den Volkskrieg zu führen), noch hat sie eine breitere klassenkämpferische Organisation im politischen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich. Eine solche müssen wir heute schaffen! Auch wenn wir klein beginnen und es bestimmt nicht einfach wird, so ist heute erneut Pionierarbeit gefordert, beim Wiederaufbau einer Klassenorga- nisation.

Bring dich und deine Fähigkeiten ein – egal ob du viel oder wenig Zeit hast, wo deine Interessen liegen und welche Fähigkeiten du hast – wer nicht an den Klassenfrieden glaubt und wer auf der Seite der ArbeiterInnen steht – für den oder die gibt’s immer was zu tun! Beteilige dich am Revolutionären Aufbau!

Tod dem Faschismus – unsere Rebellion ist gerechtfertigt!

** Empfehlung: Flugblatt des Rot Front Kollektivs, „Nur der Volkskrieg schlägt den Faschismus!“. Erhältlich unter rev.aufbau@gmx.at, oder bei Infotischen des RA.

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